Klaus-Dieter Flörecke Redakteur Zulieferer [email protected] See All Staff Page Aktuelle Geschichten Klassentreffen am Allerpark Die letzten Vorbereitungen für die siebte Auflage der Zulieferermesse IZB in Wolfsburg laufen auf Hochtouren. Über 760 Aussteller aus 28 Nationen haben sich für die von der Wolfsburg AG veranstaltete Leistungsschau vom 10. bis 12. Oktober im Allerpark angesagt. Hohe Kosten bei Umrüstung auf Euro-Emissionsstandards Die Kosten zur Erreichung der Abgasnormen unterscheiden sich bei leichten Nutzfahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor erheblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Forschungseinrichtung International Council on Clean Transportation (ICCT). Im Fokus stand die Umrüstung von Transportern auf europäische Standards. Berücksichtigt wurden dabei die Kosten für die erforderlichen Technologien nach heutigem Stand. Neuer Dreh im E-Auto Seine Erfolge im Rennsport könnten dem Schwungradspeicher auch in die Serienfertigung verhelfen. Audi hat mit dem e-tron Quattro die ersten drei Plätze beim Langstreckenrennen in Le Mans belegt. Und Porsche hatte bereits im März 2010 mit einem 911 GT3 R Hybrid die Technik auf dem Nürburgring eingesetzt. Dennoch: Bei Porsche ist kein Einsatz des Schwungradspeichers in der Serie geplant. Und auch bei Audi heißt es "vorerst kein Serieneinsatz“. Werkeverbund wird ausgebaut Anfang Juli startete das Gemeinschaftsunternehmen des Freudenberg-Teilkonzerns Vibracoustic und des Antivibration- Automobilgeschäfts der schwedischen Trelleborg-Gruppe. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Partner jeweils zu 50 Prozent beteiligt sind, tritt unter dem Namen TrelleborgVibracoustic auf und bietet schwingungstechnische Lösungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Mit diesem Schritt hat Freudenberg den Portfolio-Umbau des Automobilgeschäfts abgeschlossen. Enttäuschende Stromer Die Euphorie ums Elektroauto hat deutlich nachgelassen. Laut einer Studie, die der Zulieferer Continental beim Sozialforschungsinstitut Infas beauftragt hat, wird weltweit bis zum Jahr 2020 nur mit einem Elektrofahrzeug- Anteil von drei Prozent gerechnet. Darin enthalten sind auch Autos mit Range-Extender und Brennstoffzelle. Konzentriertes Dachgeschäft Nach wochenlangem Ringen hat sich der kanadischösterreichische Magna-Konzern durchgesetzt und den Zuschlag für die deutsche Dachsparte des insolventen Zulieferers Karmann erhalten. Zu den weiteren Interessenten an diesem Bereich hatte der spanische Zulieferer CIE Automotive gehört. Schwarze Null im nächsten Jahr Der Zulieferer Saargummi soll wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. "Die vergangenen zwei Jahre waren kompliziert fürs Unternehmen. Das wollen wir hinter uns lassen. Wir beschäftigen uns jetzt wieder mit unseren Stärken“, gibt sich Detlev Bartels, Chef der in Remich ansässigen CQLT Saargummi Holding, kämpferisch. "Und 2013 wollen wir eine schwarze Null schreiben. In diesem Jahr wird das noch nicht möglich sein, da 2012 noch durch Sondereffekte und die Folgen der Restrukturierung belastet ist.“ Bosch hält automobile Schätze am Laufen Mit seiner Klassik- Sparte Automotive Tradition kümmert sich Bosch als weltgrößter Zulieferer auch um die Belange von Besitzern historischer Fahrzeuge. Die von Fritz Cirener geleitete Sparte mit rund 15 Mitarbeitern kann dabei auf ein Sortiment von 50.000 verschiedenen Ersatzteilen für Fahrzeuge zurückgreifen, die älter als 15 Jahre sind. Für viele Teile wurden dabei besondere Instandsetzungskonzepte entwickelt. Doch stark nachgefragte Digital Drive auf der CeBIT Mehr als 4200 Unternehmen werden in diesem Jahr auf der weltgrößten Computermesse CeBIT (6. bis 10. März) in Hannover erwartet. Unter dem Titel Digital Drive werden auch Lösungen aus und für die Autoindustrie gezeigt. Ein Bestandteil von Digital Drive ist die Car-ITSonderschau Destination ITS ("Intelligent Transport System“) in Halle 11 mit Informationen rund um die intelligente Verkehrstelematik. Stahlkolben gewinnen beim Diesel an Bedeutung Im Motorenbau werden seit Jahrzehnten üblicherweise Kolben aus Aluminium verwendet. Dies könnte sich schon bald ändern, denn Stahlkolben sind bei Pkw-Dieselmotoren auf dem Vormarsch. "Wir gehen davon aus, dass in fünf Jahren 25 Prozent der neu auf den Markt kommenden modernen Pkw-Dieselmotoren über Stahlkolben verfügen werden“, erklärt Stefan Spangenberg, Leiter der Entwicklung Motorensysteme und Komponenten beim Zulieferer Mahle. Neue Eigentümer bei BBS Der Geschäftsbereich Leichtmetallräder des Zulieferers BBS hat neue Eigentümer. Die österreichische Industrieholding Tyrol Equity, hinter der unter anderem Christoph Gerin- Swarovski steht, der Erbe des Kristallglas-Herstellers Swarovski, und der Unternehmer Udo Wendland haben den insolventen Zulieferer mehrheitlich übernommen. Schlinge gelockert Schaeffler hat sich mit der Refinanzierung seiner Schulden wieder mehr Luft verschafft. Schneller als erwartet hat der Zulieferer Anleihen in Höhe von zwei Milliarden Euro platziert. Die Papiere waren fünffach überzeichnet. Die Anleihe-Emissionen sind Teil eines Refinanzierungspakets mit einem Gesamtvolumen von acht Milliarden Euro, das die Schaeffler-Gruppe am 27. Januar mit den Gläubigerbanken abgeschlossen hatte. Die Kredite haben gestaffelte Laufzeiten von bis zu fünf Jahren. Das Beste kommt zum Schluss "Der Verbrennungsmotor als Rückgrat der globalen Antriebskonzepte wird noch lange eine wichtige Rolle spielen.“ Eine solche Einschätzung wie von Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach, ist von Branchenexperten wieder öfter zu hören. Abgang eines Traditionsunternehmens Rund zweieinhalb Jahre ist es nun her, dass das Amtsgericht Osnabrück das Insolvenzverfahren über die Wilhelm Karmann GmbH eröffnet hat. Ein trauriges Ereignis in der langjährigen Geschichte des niedersächsischen Auftragsfertigers. Webasto trotzt Widerständen Das erste Jahrzehnt dieses Jahrtausends war bei Webasto, einem führenden Anbieter von Standheizungen und Verdecksystemen, unter anderem durch die Eroberung des Dachgeschäfts geprägt.Den Bayern gelang es in dieser Dekade, sich als weltweite Nummer eins bei Cabriodächern zu etablieren. Rund 345 Millionen Euro hat der Zulieferer damit 2010 umgesetzt. Der Weltmarktanteil liegt derzeit bei mehr als 40 Prozent. Doch bis an die Spitze war es ein steiniger Weg. Mehr laden