Heftarchiv
Business Class
Während in Brüssel und Straßburg noch über die Ausgestaltung des 95-Gramm-Ziels gestritten wird, präsentieren die deutschen Autobauer auf der IAA mehrere Modelle, die diesen Grenzwert deutlich unterbieten. Gezeigt wird eine Vielzahl Plug-in- Hybride. Fahrzeuge also, die über eine elektrische Reichweite von circa 30 Kilometer verfügen und deren Batterie an der Steckdose geladen werden kann. Da der Fahrtanteil mit Strom mit null Gramm CO2 bewertet wird, schneiden solche Autos im europäischen Messzyklus besonders gut ab. Den Anfang macht in Halle 1 die Plug-in-Version der S-Klasse, offiziell „S 500 Plug-in Hybrid“. Sie kommt auf einen Normverbrauch von drei Litern, „unter den Bedingungen der Zertifizierungsvorschrift“, wie Daimler einschränkend schreibt. Das entspricht einer CO2-Emission von 69 Gramm pro Kilometer. Der Verbrennungsmotor allein leistet bis zu 245 Kilowatt, hinzu kommen 80 Kilowatt aus einer elektrischen Synchronmaschine.>> mehr
Business Class
Die technischen Innovationen im Getriebebau sind auf der IAA überwiegend bei Zulieferern zu begutachten. Doch es gibt Ausnahmen: Mercedes-Benz zeigt die neu entwickelte Neungang- Stufenautomatik 9G-Tronic, die zunächst nur im E350 Bluetec zum Einsatz kommt. Die Spreizung zwischen erstem und neuntem Gang beträgt 9,2 und führt dazu, dass der Motor der Öko- E-Klasse möglichst häufig im optimalen Betriebspunkt betrieben werden kann. Der erzielte Verbrauchsvorteil soll 6,5 Prozent im Europäischen Fahrzyklus betragen. Für den Kunden ist außerdem die starke Drehzahlabsenkung im neunten Gang relevant: Er kann bei 120 km/h mit 1350 Touren geräuscharm und kraftstoffsparend dahingleiten.>> mehr
Business Class
Von Krise keine Spur: In Großbritannien ist der Autoabsatz seit März 2012 Monat für Monat gestiegen – und nach Ansicht der Topmanager gibt es noch Luft nach oben. „Das Ende der Fahnenstange haben wir noch nicht erreicht“, sagt etwa der britische BMW-Chef Tim Abbott. Auch der britische Herstellerverband SMMT ist optimistisch und hat die Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr deutlich angehoben: von drei auf acht Prozent. Zum Vergleich: Der europäische Automarkt wird 2013 wohl um rund fünf Prozent schrumpfen. Wenn der Herstellerverband SMMT richtig liegt, werden in diesem Jahr 2,2 Millionen Fahrzeuge in Großbritannien verkauft – fast so viele wie 2007 vor Beginn der Krise, als 2,4 Millionen Einheiten abgesetzt wurden. Damit wäre Großbritannien zweitgrößter Automarkt in Europa hinter Deutschland und vor Frankreich.>> mehr
Business Class
Eine neue Zündkerzen-Generation von Federal- Mogul kann durch den Einsatz innovativer Keramik-Isoliermaterialien Zündspannungen von mehr als 42 Kilovolt übertragen. Aufgrund dieser hohen Energie wird zur Zündung nur noch ein geringer Anteil an Kraftstoff im Brennraumgemisch benötigt. Dies wiederum beeinflusst einerseits die Motorleistung positiv, vor allem aber hilft es auch bei der Verringerung des Verbrauchs.>> mehr
Business Class
ZF zeigt auf der IAA ein Hinterachssystem, das den Spurwinkel gezielt anpasst – das also die Hinterräder mitlenkt –, um dadurch Fahrdynamik und Sicherheit zu verbessern. Die innovative Hinterachse verfügt über separat gesteuerte elektromechanische Steller, um die Spurweite dynamisch zu regeln. So lässt sich eine Lenkbewegung von bis zu drei Grad erzeugen.>> mehr
Business Class
Der Zulieferer Johnson Controls (Halle 5.1) präsentiert auf der IAA ein neues Formpressverfahren für Türverkleidungen. Die innovative Technik verbessert die Stabilität des Materials erheblich und spart gleichzeitig Gewicht. Die Struktur besteht aus Polypropylen, einem Thermoplast, der mit Glasfaser gefüllt ist. Diese wird mit leichten Naturfasern kombiniert. Die daraus geformten Türkomponenten sind um 40 Prozent leichter als vergleichbare Bauteile und verfügen zugleich über eine um 30 Prozent höhere Steifigkeit.>> mehr
Business Class
Wer beim Autofahren eine SMS schreibt, vergrößert sein Unfallrisiko um den Faktor 23. Weil die zunehmende Vernetzung des Automobils einer der Megatrends ist, werden künftig intelligente Konzepte nötig sein, um die Ablenkung des Fahrers so gering wie möglich zu halten. Einen Vorschlag präsentiert Delphi (Halle 5.1) in einem Konzeptauto: „MyFi Connecting with Safety“ heißt die Neuheit.>> mehr
Business Class
„Null Unfälle, deutlich weniger Kraftstoffverbrauch, stressfreies Fahren – all das sind keine Utopien mehr, sondern Ziele in Reichweite“, sagt der Continental-Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart. Neue Technologien, die den Autoverkehr diesen anspruchsvollen Zielen ein gutes Stück näher bringen können, zeigt der Zulieferer auf der IAA. Darunter eine 360-Grad- Umfelderkennung, das sogenannte Surround-View-System. Es besteht aus vier Kameras, die das Umfeld des Autos inklusive der darin befindlichen bewegten Objekte erfassen. Die Daten werden von einem Steuergerät zu einem Gesamtbild verrechnet, sodass der Fahrer die Umgebung des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive sehen kann.>> mehr
Business Class
Stahl statt Aluminium – was in vielen Bereichen des Automobils ein Rückschritt wäre, bedeutet für Kolben eine Verbesserung. Die Firmen KSPG und Mahle zeigen in Halle 8 auf der IAA deshalb jeweils eine neue Generation von Stahlkolben für Dieselmotoren, die leistungsfähiger sein sollen als die üblichen Aluminiumkolben. Die neuen Kolbengenerationen der beiden Zulieferer sollen mehrere Vorteile bieten. Sie verfügen einerseits über einen verbesserten thermodynamischen Wirkungsgrad und sind andererseits reibungsärmer.>> mehr
Business Class
„Junge Leute – Abwendung vom Auto?“ fragt der Titel einer Veranstaltung auf der IAA. Auf dem Symposium (20.9., Raum Fantasie II) diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Presse die Frage nach dem möglichen Bedeutungsverlust des Autos. Einer der Redner ist Robert Schönduwe vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) in Berlin. Schönduwe ist Geograf und forscht am InnoZ unter anderem zur Mobilität Heranwachsender. Seine Beobachtung: Anders als noch vor einigen Jahren sind Jugendliche heute nicht mehr auf ein Verkehrsmittel fixiert, sondern kombinieren mehrere. Wobei das vor allem für junge Menschen in Städten gelte, wo es solche Mobilitätsangebote gibt.>> mehr