Frankfurt am Main. Surround View erkennt kreuzenden Verkehr vor und hinter dem Fahrzeug ebenso wie Objekte im toten Winkel. Kritische Verkehrssituationen werden vom System identifiziert und der Fahrer wird entsprechend gewarnt. Falls ein Zusammenstoß unmittelbar bevorsteht, kann sogar ein Bremsimpuls ausgelöst werden. Darüber hinaus deckt das System Funktionen wie Spurhalten oder autonomes Parken ab. Continental versteht die Technologie als „nächsten Schritt in Richtung unfallfreies Fahren“. Der Sicherheit und einem gesteigerten Komfort dient auch ein neues Head-up-Display von Continental. Bislang werden derartige Projektionssysteme mithilfe der TFT-Technik realisiert, also mit einem Flüssigkristall-Bildschirm. Das auf der IAA vorgestellte Display jedoch nutzt die Digital-Micromirror- Device-Technologie (DMD). Diese Technik ermöglicht eine höhere Bildqualität sowie größere Projektionsweiten im Sichtfeld des Fahrers. Damit können beispielsweise Navigationspfeile oder Fahrbahnverläufe in deutlich erkennbarer Farbe und ausreichender Größe dargestellt werden. Continental betrachtet die Technologie als Grundlage für kommende Systeme, mit denen Augmented Reality (erweiterte Realität) umgesetzt werden soll. Das Prinzip dahinter: Die relevanten Informationen sollen genau dort im Blickfeld des Fahrers eingeblendet werden, wo sie als unmittelbar zugehörig erkannt werden. Ein Navigationspfeil also soll exakt dort im Blickfeld erscheinen, wo die Straße abzweigt, in die der Fahrer auf seinem Weg zum eingegebenen Zielort abbiegen muss. Ein weiteres Innovationsfeld ist das Thema Elektrifizierung. Bei Conti heißt das Motto „Elektrifizierung nach Maß“, es geht also vor allem um wirtschaftlich sinnvolle Umsetzungen. Schwerpunkt ist dabei ein neues Antriebssystem namens „48 Volt Eco Drive“, das die Lücke zwischen konventionellen Start-Stopp-Systemen und Hochvolt-Hybriden schließen soll. Halle 5.1, Stand A08
Sicherheit durch Rundumsicht
„Null Unfälle, deutlich weniger Kraftstoffverbrauch, stressfreies Fahren – all das sind keine Utopien mehr, sondern Ziele in Reichweite“, sagt der Continental-Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhart. Neue Technologien, die den Autoverkehr diesen anspruchsvollen Zielen ein gutes Stück näher bringen können, zeigt der Zulieferer auf der IAA. Darunter eine 360-Grad- Umfelderkennung, das sogenannte Surround-View-System. Es besteht aus vier Kameras, die das Umfeld des Autos inklusive der darin befindlichen bewegten Objekte erfassen. Die Daten werden von einem Steuergerät zu einem Gesamtbild verrechnet, sodass der Fahrer die Umgebung des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive sehen kann.