Der neue CEO der Renault-Gruppe ist nahezu ein Gegenentwurf zu seinem Vorgänger Luca de Meo. Während der Italiener vor den internationalen Medien wie ein Fisch im Wasser agierte und stets eine Erklärung parat hatte, gilt der Franzose François Provost als diskret, ja geradezu als verschlossen.
Tatsächlich aber war Provost intern zur rechten Hand von de Meo geworden, der dessen vollstes Vertrauen genoss und in alle wesentlichen Prozesse eingebunden war, was seine Funktion als Einkaufschef weit überstieg. So war er wesentlich beteiligt an der Schaffung des Motoren-Joint-Ventures Horse Powertrain.
In Frankreich werden Manager wie Provost gerne als "Technokraten" bezeichnet, wobei das als Kompliment zu verstehen ist - denn solche Führungskräfte gelten als weniger ego-getrieben und fokussiert auf erreichbare Ziele. Diese Eigenschaften dürften bei der Entscheidung für Provost eine wesentliche Rolle gespielt haben.