München. Für Unternehmen der Automobilindustrie entwickeln sich die USA wegen der anhaltenden Dollarschwäche zum kostengünstigen Beschaffungsstandort. So sucht BMW wie bei dem großen Geländewagen X5 nun auch für das kleinere Modell X3 verstärkt nach geeigneten US-Zulieferern. Der neue Einkaufschef Herbert Diess sagte gegenüber Automobilwoche, der Anteil der Wertschöpfung in Nordamerika (local Content) würde beim X3-Nachfolger bei „mehr als 60 Prozent“ liegen und fügte hinzu: „Wir sourcen für den X3 auch verstärkt in Mexiko.“ Derzeit wird der X3 noch beim Auftragsfertiger Magna Steyr gebaut und soll spätestens 2010 bei BMW in den USA produziert werden.
Zudem plant BMW ein neues Motorenwerk ebenfalls außerhalb der Euro-Zone. Wenn ein neues Werk gebaut werde, „dann sicher nicht in Europa, sondern in den USA oder in Asien“, sagte BMW-Produktionschef Frank-Peter Arndt der Zeitung.