PSA-Chef Carlos Tavares will das Restrukurierungstempo bei dem deutsch-französischen Autokonzern beschleunigen und baut deshalb seine Führungsmannschaft um. Am Dienstag kündigte PSA mehrere Neu- und Umbesetzungen in der Geschäftsleitung (Executive Committee) der Gruppe an. Dabei rückt auch ein weiterer Franzose in die Spitze von Opel vor.
Bei dem deutschen Autobauer, der bis zum Jahresende deutliche Fortschritte bei seiner Sanierung machen soll, rückt Christophe Bergerand zum 1. Juli auf eine bislang nicht bestehende Position vor. Bergerand werde "eine strategische Aufgabe" übernehmen, um die "wirtschaftliche Entwicklung der Marken Opel und Vauxhall zu unterstützen", erklärte PSA. Er berichtet an Vertriebs- und Marketingchef Peter Küspert.
Bislang war Bergerand operativer Leiter der Region Eurasien und damit von Russland und der Ukraine. Ob und in welchem Maße Bergerand in seiner neuen Aufgabe einen Teil der Kompetenzen von Opel-Chef Michael Lohscheller übernimmt, blieb zunächst unklar. Aus dem PSA-Konzern in Paris hieß es dazu: "Herr Bergerand wird die Bemühungen der Opel-Führung bei dem Turnaround unterstützen."
Ein Opel-Sprecher sagte zur Rolle von Bergerand, der französische Manager werde nicht Mitglied der aus sechs Führungskräften bestehenden Geschäftsführung von Opel und Vauxhall. Französische Vertreter in der Geschäftsführung der Opel Automobile GmbH sind Produktionschef Rémi Girardon sowie Finanzchef Phlippe de Rovira.