Die französische PSA-Gruppe hat im vergangenen Jahr trotz anhaltender Verluste ihrer neuen Tochter Opel Rekordwerte bei Marge, Ertrag, Absatz und Umsatz erwirtschaftet. Vorstandschef Carlos Tavares sagte dazu am Donnerstag bei der Bilanzvorlage: "Die bemerkenswerte Resultate von Peugeot Citroen DS, die im vierten Jahr in Folge signifikant gestiegen sind, sind der Beweis für unsere Fähigkeit, profitables und nachhaltiges Wachstum zu erreichen."
"Wir haben in einer chaotischen Zeit die Fähigkeit zur Agilität bewiesen. Unser Ziel ist nicht, der größte, sondern der effizienteste Automobilhersteller zu werden."
Die Übernahme von Opel sorgte nach Angaben von Finanzchef Jean-Baptiste de Chatillon in den fünf verbliebenen Monaten seit der Konsolidierung zum 1. August für einen Verlust von 179 Millionen Euro. Für das gesamte Vorjahr hatte Opel/Vauxhall unter dem Dach von General Motors einen Verlust von 257 Millionen Dollar verbucht.
Dennoch zeige der Restrukturierungsplan "Pace", der Anfang November vorgelegt worden war, erste positive Ergebnisse, betonte PSA. Unter anderem seien eine gemeinsame Einkaufsorganisation aufgebaut worden sowie Vereinbarungen mit den Sozialpartnern und Kosteneinsparungen erzielt worden. (Lesen Sie hier: Kosten bei Opel noch zu hoch: Wo Opel seht, was Tavares fordert)
Vorstandschef Tavares sagte, der Erwerb von Opel und Vauxhall sei eine "sehr große Chance der Wertschöpfung." PSA könne seine operative Gewinnmarge noch weiter steigern, betonte er.