Graz. Der kanadische Zulieferer Magna will weiter expandieren und eine sogenannte Flex-Plant errichten. "Das ist eine Fabrik, die für mehrere Kunden Fahrzeuge bauen könnte, wie das in unserem Werk in Graz der Fall ist“, erklärt Magna Steyr-Chef Günther Apfalter. Er ist seit dem Wechsel von Siegfried Wolf im November 2010 zum Industrie-Imperium Basic Element auch für Magnas Europa-Geschäft verantwortlich. "Ich hoffe, dass sich demnächst ein Projekt realisieren lässt. Wir führen dazu verschiedene Gespräche auf mehreren Kontinenten“, zeigt sich Apfalter optimistisch.
Chancen eröffnen sich für Magna bei Volvo. Stefan Jacoby, Chef des schwedischen Fahrzeugherstellers, hat gegenüber Automobilwoche erklärt, dass er in Nordamerika nach Partnern Ausschau hält, um eine künftige Modul- und Baukastenstrategie umzusetzen. "Wir suchen deshalb Kooperationspartner, sowohl bei Fahrzeugherstellern wie auch bei Zulieferern. Geeignet wäre zum Beispiel Magna.“
Aufwärts geht es für Magna Steyr auch in Graz, wo 2010 rund 82.000 Fahrzeuge im Kundenauftrag gefertigt wurden. "2011 werden wir darüberliegen“, so Apfalter, der aber keine Zahl nennen will. Laut Branchenkreisen soll die Stückzahl wieder deutlich im sechsstelligen Bereich liegen.