Köln. Alan Mulally setzt für die Zukunft von Ford nicht allein auf Größe. Das sagte er in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Gute Produkte und ein gesundes Geschäft sind seiner Ansicht nach entscheidend für den Erfolg. "Die Kunden zufrieden zu stellen und profitabel zu wachsen, darauf kommt es an. Nicht auf Marktanteile oder ähnliche Messgrößen."
Im Jahr 2015 wolle Ford acht Millionen Autos verkaufen, sagte der Ford-Chef weiter. "Wir wollen zudem unsere operative Marge, die im vergangenen Jahr bei rund sechs Prozent lag, auf acht bis zehn Prozent steigern."
Weltweit bereits sich Ford für das kommende Jahr auf ein "schwächeres Wachstum" vor, sagte Mulally. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, dass die Weltwirtschaft insgesamt weiter zulegen werde.
Auch Caspar Dirk Hohage, Produktentwicklungschef von Ford in Deutschland, hatte auf dem Automobilwoche-Kongress in der vergangenen Woche die Bedeutung der Produktpalette hervorgehoben: "Wir haben bei Ford in der Krise überall gespart, aber nicht bei unserem product-lifecycle-plan. Alle Produktentwicklungen wurden am Leben gehalten."
Um seinen Kunden Kunden Hybrid- und Allradantriebe bieten zu können, hat Ford vor kurzem eine Kooperation mit Toyota geschlossen. Obwohl der Hersteller von seiner Größe her nicht mit VW, General Motors und Toyota konkurriert, hat er doch ehrgeizige Ziele: Bis Mitte der Dekade will er den Absatz auf acht Millionen Fahrzeuge weltweit steigern. Zudem soll die operative Marge von derzeit sechs auf acht bis zehn Prozent steigen.
Bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung gibt sich der Ford-Chef optimistisch: Er glaubt, dass die Weltwirtschaft auch nächstes Jahr zulegen wird, auch wenn die Wachstumsraten nicht mehr so hoch seien werden wie in der Vergangenheit. (Foto: Ford)