München. Die BMW Group will das Verhältnis zu ihren Lieferanten ausbauen und vertiefen. Ein erster Schritt zu einer besseren Zusammenarbeit ist der neu ausgerufene "BMW Supplier Innovation Award", mit dem der Autohersteller die besten Innovationen seiner Zulieferer prämierte. "Wir möchten Ihnen mit diesem Preis unsere Wertschätzung entgegenbringen", sagte Einkaufsvorstand Herbert Diess an die Vertreter der Zulieferer gerichtet. "Er soll zugleich einen Anreiz bieten, auch künftig mit Innovationen bei der BMW Group eine herausragende Stellung im Wettbewerb einzunehmen."
Nachdem BMW in den vergangenen Jahren vor allem auf Kostenreduktion gesetzt hat – Diess hat im Zuge des Effizienzprogramms Number one bereits vier Milliarden Euro an Materialkosten eingespart – will das Unternehmen nun verstärkt Innovationen vorantreiben. Bereits jetzt entstehen 90 Prozent der Innovationen gemeinsam mit den Lieferanten, berichtete Diess. "Ich glaube, dass unsere Produkte eine gute Plattform für Ihre Innovationen sind", sagte er gegenüber seinen Partnern, "vielleicht die derzeit weltweit wichtigste Plattform."
Dass sich das Lieferantennetzwerk auch in Krisenzeiten bewährt, habe das Beispiel Japan gezeigt. Trotz der Umweltkatastrophe sei die Lieferkette nicht abgebrochen, andere Zulieferer seien eingesprungen. "Mit hunderten von Einzelmaßnahmen ist es uns gelungen, unsere Wertschöpfungskette durch intensive, gemeinsame Zusammenarbeit intakt zu halten", sagte Diess.