München. Frühlingserwachen in der Autoindustrie: Hersteller, Zulieferer und Händler registrieren seit März steigende Auftragseingänge. "Die Stimmung in der Autoindustrie hellt sich merklich auf“, sagt Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Vor allem die Nachfrage im Premiumsegment zieht an: Audi, BMW und Daimler rechnen für das zweite Quartal mit starken Zuwächsen.
Volumenhersteller Opel verzeichnet im ersten Quartal in europäischen Kernmärkten wie Frankreich, Italien und Großbritannien deutlich mehr Neuzulassungen als im Vorjahr. Opel-Marken-Chef Alain Visser: "Erfreulich ist die gute Resonanz der neuen Opel-Modelle.“ So werden in Rüsselsheim täglich 800 Insignia gebaut, so viele wie noch nie seit dem Start des Premiummodells. Zugleich sei damit die Kapazitätsgrenze erreicht. "Zusätzlich wird das Rüsselsheimer Werk im Mai und Juni insgesamt fünf Extraschichten einlegen“, so Visser. Das Werk in Gliwice, Polen, wo der neue Astra gebaut wird, "fährt bis Juni 16 Sonderschichten“. Bei Ford ist die Fiesta-Produktion "gut ausgelastet“, berichtet Ford-Chef Bernhard Mattes. Er plant deshalb im Kölner Werk bis zum Jahresende mit drei Schichten am Tag. Der scheidende Ford-Vertriebschef Jürgen Stackmann bestätigte: "Der Auftragseingang lag in den ersten zwei Monaten – wohl auch wetterbedingt – 10 bis 15 Prozent unter 2008. Im März lagen wir vier Prozent über 2008.“