Frankfurt. Die deutsche Automobilindustrie hat im März eine deutlich höhere Zahl von Neuzulassungen verbucht und hofft für dieses Jahr wegen der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung vor allem bei Autos auf einen Nachfrageschub. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sei im März um sechs Prozent auf 356.000 Fahrzeuge gestiegen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag in Frankfurt mit. Damit deute sich eine "Verstetigung der Automobilkonjunktur" an. Von einem "Autofrühling" sei die Branche aber noch ein gutes Stück entfernt.
Die Prognose von 3,35 Millionen zugelassenen Fahrzeugen in Deutschland in diesem Jahr sei zumindest "ausbaufähig", teilte der Verband weiter mit. So sei beispielsweise wegen der Anfang 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung im vierten Quartal mit verstärkten Käufen zu rechnen. Voraussetzung sei aber auch, dass sich die Gesamtkonjunktur festige. Deutlich robuster entwickelte sich jedoch die Nachfrage im Ausland. Die Zahl der exportierten Autos kletterte um 14 Prozent auf 395.200. Angesichts der guten Zahlen hob der VDA seine Exportprognose für 2006 von 3,75 Millionen Fahrzeugen auf 3,8 Millionen an.
Sehr gut entwickelte sich auch das Nutzfahrzeuggeschäft. Hier erhöhte sich die Zahl der Neuzulassungen im März um 16 Prozent auf 29.000. Besonders schwere Lastwagen über sechs Tonnen seien gefragt gewesen, hieß es. Hier verbuchte die Branche ein plus von 20 Prozent. "Wir werden die Absatzschätzungen für das Gesamtjahr 2006 nach oben korrigieren", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. "Schon heute lässt sich sagen, dass bei Schwer-Lkw aufgrund der guten Nachfrage die Kapazitäten bis weit in das Jahr 2006 hinein – wenn nicht gar im Gesamtjahr – voll ausgelastet sein werden." (dpa-AFX)