München. BMW-Chef Helmut Panke hat zu seinem Abschied glänzende Halbjahreszahlen vorgelegt. In den ersten sechs Monaten erzielte der Autobauer neue Rekorde bei Gewinn, Umsatz und Absatz. "Die BMW Group hat die führende Position unter den Premium-Herstellern weltweit behauptet", sagte Panke am Donnerstag inMünchen. Auch im Gesamtjahr wolle man die Nummer eins bleiben und einen Rekordgewinn vor Steuern von vier Milliarden Euro erzielen.
Panke übergibt den Vorstandsvorsitz zum 1. September an Produktionsvorstand Norbert Reithofer. Im ersten Halbjahr steigerte BMW unter Pankes Führung den Umsatz noch einmal um gut zehn Prozent auf 24,8 Milliarden Euro. Damit stiegen die Erlöse etwas schneller als der Absatz:Die Zahl der Auslieferungen von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce legte um acht Prozent auf 698.470 verkaufte Fahrzeuge zu.
Zyklusbedingt stellt sich BMW auf einen etwas schwierigeres zweites Halbjahr ein. So war der Absatz laut Panke schon im Juli nicht mehr so dynamisch wie in den ersten sechs Monaten. So fuhr BMWden größeren Teil des erwarteten Jahresgewinns auch schon in den ersten sechs Monaten ein. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich um 44,5 Prozent auf erstmals 2,5 MilliardenEuro. Dabei profitierte BMWvon einem Einmalgewinn in Höhe von 375 Millionen Euro aus der Umwandlung einer Anleihe auf Rolls-Royce-Aktien. Auch ohne diesen Effekt legte der Gewinn aber deutlich zu. Die Umsatzrendite vor Steuern verbesserte sich ohne den Sondereffekt von 8,0 auf 8,6 Prozent.
Damit gehört BMWweiterhin zu den profitabelsten Autoherstellern weltweit. Zwar konnte BMWbei den wichtigsten Kennziffern zulegen. Auch die Münchner spüren aber die hohen Rohstoffpreise und den starken Euro. Die Währungslasten seien unter anderem auf die im Vorjahresvergleich ungünstigeren Sicherungskurse zurückzuführen, hieß es. Im Laufe des Jahres würden die externen Belastungen jedoch abnehmen. Dennoch müsse die Produktivität weiter verbessert werden. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Mitarbeiter stabil bei 106.000 Beschäftigten. Die Halbjahreszahlen bei BMWfielen besser aus als von vielen Analysten erwartet. Der Aktienkurs stieg am Mittwoch um zeitweise zwei Prozent auf 40,60 Euro. (dpa/tb)