New York. Audi will in den USA in diesem Jahr einen Rekordabsatz von möglicherweise 89.000 bis 90.000 Autos erreichen. In dem wichtigen amerikanischen Markt liege das zehnjährige Langzeitziel bei 200.000 Autos, sagte Johan de Nysschen, Chef der Audi of America, in einem dpa-Gespräch auf der New Yorker Automobilausstellung. Audi hatte im vergangenen Jahr den Absatz um 6,6 Prozent auf 83.066 Autos gesteigert. De Nysschen strebt für dieses Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis an, nachdem die US-Tochter des Ingolstädter Automobilunternehmens im vergangenen Jahr nach seinen Angaben ihren Verlust stark reduziert hat.
Audi hat auf der New Yorker Auto-Show im Beisein von Top-Model Tatjana Patitz den neuen Audi TT vorgestellt. Der Nachfolger des mit zahlreichen Design-Preisen ausgezeichneten ursprünglichen Auto-Modells soll im Herbst in Europa und dann im kommenden Frühjahr in den USA auf den Markt kommen. De Nysschen rechnet für die USA mit einem Verkaufsvolumen von 5.000 bis 6.000 Einheiten des gestreckteren, stärkeren und bulligeren neuen Audi TT-Modells. Der erste Audi-Geländewagen Q7 wird nach seinen Angaben im Juni auf den US-Markt kommen. Es sollen in diesem Jahr 11.000 dieser Fahrzeuge ausgeliefert werden. Audi hatte früher zu verstehen gegeben, dass die Hälfte der geplanten Q7-Produktion von rund 70.000 Einheiten für den US-Markt bestimmt seien. "Wir sind etwas spät zur Party gekommen", räumte de Nysschen ein. Inzwischen hat es bei vielen Geländewagen, die in den vergangenen Jahren in den USA ein phänomenales Wachstum verbucht hatten, wegen der drastisch gestiegenen Benzinpreise eine Absatzdelle gegeben.
Audi bewegt sich in den USA mit seinem Verkaufsvolumen weit hinter den Luxusauto-Spitzenreitern BMW, Mercedes-Benz und Lexus (Toyota) sowie Cadillac (General Motors). Die VW-Tochter befindet sich mit Volvo, Jaguar, Infiniti absatzmäßig im zweiten Glied. De Nysschen will mit qualitativ hochwertigen Autos, einer Markenimage- Präzisierung, einem exklusiveren Händlernetz und besseren Kundendienst Audi weiter nach vorne bringen. Zunächst sollen in 25 wichtigen Ballungsgebieten die Händlerbetriebe verbessert werden. (dpa)