Kölleda. Nach dem Aus des DaimlerChrysler-Konzerns für den Kleinwagen Smart Forfour sind die Konsequenzen für das Motorenwerk im nordthüringischen Kölleda noch unklar. Weder die IG Metall noch der Betriebsrat äußerten sich am Montag zur Zukunft des Standorts mit derzeit 300 Arbeitsplätzen. Auch DaimlerChrysler machte keine Angaben.
Der Autobauer hatte am Wochenende das Aus für die Produktion des Viersitzers bekannt gegeben. Gemeinsam mit Mitsubishi lässt er in Kölleda Motoren für den Mitsubishi Colt und den Smart Forfour herstellen. "Wir wissen noch nichts", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Erfurt, Gerd Brücker. Auch Betriebsratschef Claus Stibaner hatte keine Informationen. Ein Sprecher von DaimlerChrysler sprach am Montag von einer "offenen Situation". Bislang gebe es eine Absichtserklärung des Konzerns, wie diese umgesetzt werde, sei noch unklar. "Es ist noch zu früh." Angaben zum Anteil der Smart-Motoren an der Jahresproduktion in Kölleda machte er nicht.
Die Motoren für den zweisitzigen Smart, den es weiter geben soll, werden in Berlin-Marienfelde produziert. Die MDC Power GmbH hat in Kölleda im Dezember 2003 die Produktion aufgenommen. Wegen Auslastungsproblemen war im vergangenen Jahr bereits die Wochenarbeitszeit im Thüringer Motorenwerk von 38 auf 33 Stunden verkürzt worden. Im Gegenzug zu den Lohneinbußen erhielten die Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2005. (dpa-AFX)