Bonn/Stuttgart. Das Bundeskartellamt hat die Aufstockung der Beteiligung von Porsche auf 25,1 Prozent an Volkswagen freigegeben. Es gebe keine wettbewerblichen Bedenken, erklärte Kartellamts-Präsident Ulf Böge am Freitag in Bonn. Nachdem Porsche im Herbst 2005 schon 19 Prozent der VW-Stammaktien erwarb, stelle der weitere Erwerb zwar einen neuen Zusammenschlusstatbestand dar. Die Geschäftstätigkeiten von Porsche und VW überschnitten sich jedoch nur in den Bereichen Sport- und Geländewagen, ohne dass dort eine marktbeherrschende Stellung entstehe oder verstärkt werde. Porsche bestätigte den Eingang des Schreibens vom Bundeskartellamt.
Der Zeitpunkt für die Aufstockung der Beteiligung stehe bisher noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Mit dem Anteil von 25,1 Prozent hat der Stuttgarter Automobilhersteller seine Stimmrechte bei VW erhöht und eine aktienrechtliche Sperrminorität erreicht. Porsche hatte bisher 21,2 Prozent der VW-Aktien im Besitz und war damit schon größter Einzelaktionär. Zweitgrößter Aktionär bei Volkswagen ist das Land Niedersachsen mit 20,8 Prozent. (dpa/tb)