Frankfurt/Rüsselsheim. Die angekündigte Werksschließung des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) in Portugal schadet nach Ansicht der IG Metall der Marke Opel. "Die Strategie von General Motors Europe ist offenbar, sich nach und nach aus den westeuropäischen Standorten zurückzuziehen und die Produktion nach Osteuropa zu verlagern", sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt, Armin Schild, am Dienstag. Mit solchen Aktionen werde der "bewährte Name Opel" aufs Spiel gesetzt. "Das schadet nicht nur der Marke Opel, sondern auch allen Beschäftigten in Deutschland", sagte Schild, der auch Mitglied im Opel-Aufsichtsrat ist.
Die IG Metall rief alle Beschäftigten an den deutschen Opel-Standorten zu Solidaritätsbekundungen und Protesten auf. General Motors erwägt, sein Werk im portugiesischen Azambuja mit 1.150 Mitarbeitern noch in diesem Jahr wegen zu hoher Kosten zu schließen. Dort wird der Opel-Lieferwagen Combo gebaut. Eine Entscheidung soll in den kommenden Tagen fallen. Die Arbeitnehmer hatten Streiks angekündigt. Gleichzeitig will GM ein neues Werk in Russland errichten. (dpa-AFX/mm)