Seoul. Die starke Landeswährung Won drückt beim größten südkoreanischen Autohersteller Hyundai Motor zunehmend auf das Ergebnis. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Seoul bekannt gab, fiel der Überschuss im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 37,5 Prozent auf 318,8 Milliarden Won (etwa 270 Millionen Euro). Der operative Gewinn sei jedoch um knapp vier Prozent auf 335,3 Milliarden Won gestiegen. Beim Umsatz verzeichnete Hyundai, dessen Vorsitzender Chung Mong Koo zurzeit wegen des Verdachts auf Korruption und Untreue in Untersuchungshaft sitzt, dank des steigenden Inlandsabsatzes im ersten Quartal einen Anstieg von 11,2 Prozent auf knapp 6,9 Billionen Won.
Das Unternehmen treffe verschiedene Maßnahmen, um den rückläufigen Gewinn durch die Aufwertung der Landeswährung auszugleichen, teilte Hyundai mit. Dazu gehörten auch die Einführung neuer Modelle, ein besserer Produktmix und Kostensenkungen. "Uns bleibt jedoch nicht viel Raum zum Manövrieren", sagte ein Sprecher. Von dem schwachen Dollar sind vor allem Exportunternehmen betroffen, deren Wettbewerbsfähigkeit durch eine starke Landeswährung geschmälert wird.
In den ersten drei Monaten des Jahres konnte Hyundai Motor nach eigenen Angaben den Absatz im Vorjahresvergleich um knapp 14 Prozent auf 655.642 Autos steigern. Im Inland wurden mit mehr als 140 000 Einheiten 19 Prozent mehr Autos verkauft. Die Exporte legten um 12,5 Prozent auf 513.672 zu. (dpa/mm)