Detroit. Der weltgrößte Autohersteller General Motors (GM) hat im zweiten Quartal unter dem Strich einen höheren Verlust eingefahren als bisher erwartet. Der Verlust falle wegen zusätzlicher Belastungen aus dem Teilverkauf seiner Finanzsparte GMAC rund 200 Millionen US-Dollar größer aus, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Detroit mit. Unter dem Strich habe General Motors damit im zweiten Quartal insgesamt ein Minus von 3,4 Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) eingefahren – ein Verlust je Aktie von 5,97 Dollar.
Der bisher bekannt gegebene Gewinn unter Ausklammerung von Sonderfaktoren bleibe unverändert bei 1,2 Milliarden Dollar oder 2,03 Dollar je Aktie, hieß es weiter. Durch den noch nicht abgeschlossenen Verkauf eines 51-Prozentanteils an der Finanztochter General Motors Acceptance Corp (GMAC) erwarte der Konzern nun aber Nettobelastungen von 690 statt 490 Millionen US-Dollar. Bei GMAC übernimmt eine Investorengruppe unter der Führung von Cerberus Capital Management die Mehrheit. In den nächsten drei Jahren erwartet General Motors nach eigenen Angaben 14 Milliarden Dollar aus dem Anteilsverkauf. (dpa-AFX/tb)