Detroit. Der amerikanische Autobauer General Motors (GM) hat mit Verspätung seinen korrigierten Jahresabschluss für 2005 bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das teilte der Konzern in der Nacht zu Mittwoch mit. GM hat darin die Ergebnisse nach unten revidiert. In der Eingabe an die SEC wurden zudem die Bilanzen für die Jahre 2000 bis 2004 rückwirkend korrigiert.
Im ersten Quartal 2005 lag der Verlust mit 1,253 Milliarden über den zunächst berichteten 1,104 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal betrug er mit 987 Millionen dagegen etwas weniger als die früher kommunizierten 1,074 Milliarden Dollar. Für das dritte Quartal berichtete GM einen Fehlbetrag von 1,664 Milliarden gegenüber zuvor 1,633 Milliarden Dollar und für das vierte Quartal mit 6,663 Milliarden Dollar einen deutlich höheren Verlust als die vorher berichteten 4,777 Milliarden Dollar.
Wie GM bereits vor zwei Wochen angekündigt hatte, lag der Fehlbetrag 2005 inklusive Sonderposten bei 10,567 Milliarden statt der zuvor berichteten 8,554 Milliarden Dollar. Als Gründe für den höheren Jahresverlust nannte GM höhere Zahlungen an das frühere Tochterunternehmen Delphi sowie Umstrukturierungskosten. Für die kommerzielle Finanzsparte der GM-Tochter GMAC fiel eine Sonderbelastung von 493 Millionen Dollar nach Steuern an. Für 2004 korrigierte GM seine Angaben zum Gewinn leicht nach oben. In diesem Zeitraum erzielte GM einen Überschuss von 2,804 Milliarden statt bisher berichteter 2,789 Milliarden Dollar, heißt es. (dpa-AFX)