Dearborn. Ford will in seine drei existierenden mexikanischen Fabriken investieren und die dortige Produktionspräsenz stärken. Es handele sich um die beiden mexikanischen Autofabriken in Cuautitlan und Hermosillo sowie das Motorenwerk in Chihuahua, teilte die Ford Motor Company am Freitag mit. Die Investitionen sollen im Zuge des nordamerikanischen Sanierungsplans "Way Forward" (Weg Vorwärts) erfolgen. Einzelheiten sollen in den kommenden Jahren bekanntgegeben werden. Ford machte in seiner Bestätigung mexikanischer Investitionsabsichten keine Angaben über die Höhe der geplanten Ausgaben.
Die neue mexikanische Investitionsankündigung schließt nach Ford-Angaben nicht den Plan ein, ein neues Niedrigkosten-Werk in Nordamerika zu bauen. Ford hatte im Januar bei der Vorlage seines Sanierungsplans für das angeschlagene nordamerikanische Geschäft die Absicht bekundet, ein solches Werk zu bauen. Ford halte an einer neuen Niedrigkosten-Produktionsstätte fest, betonte Mark Fields, der für das nord- und südamerikanische Ford- Geschäft zuständige Ford-Präsident. Das Unternehmen habe aber noch keine Standortentscheidungen getroffen. Schlüssel zum Erfolg seien hohe Qualität und niedrige Kosten. Dies könne in den USA, Kanada oder Mexiko sein.
Ford will im Rahmen des von Fields konzipierten Sanierungsplans bis 2012 in Nordamerika auch insgesamt mehr als ein Dutzend Fabriken schließen und rund 30 000 Arbeiter nach Hause schicken. Ford baut in Cuautitlan Pickups der F-Modellserie und den Kleinwagen Ikon. Die Mittelklasse-Modelle Ford Fusion, Mercury Milan und Lincoln Zephyr werden in Hermosillo produziert. In dem Werk in Chihuahua werden Motoren für mehrere weltweit vertriebene Automodelle gebaut. In US-Medien gab es in den vergangenen Tagen Berichte, Ford wolle in den kommenden sechs Jahren 9,2 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro) in Mexiko investieren und die nordamerikanische Produktion stark nach dort verlagern. Fields wies dies zurück.(dpa/feb)