München. Der zweitgrößte deutsche Autovermieter Europcar erwartet nach der Übernahme durch die französische Investmentgruppe Eurazeo ein beschleunigtes Wachstum im Deutschlandgeschäft. "Der Konjunkturaufschwung in Deutschland wirkt sich positiv aus. Zudem erwarten wir im Zeitraum der Weltmeisterschaft zehn bis 15 Prozent mehr Umsatz", sagte Deutschland-Chef Philippe Guyot der "Financial Times Deutschland" (FTD/Dienstagausgabe).
Die frühere Volkswagen-Tochter Europcar werde sich zudem durch geplante Kooperationen in China und den USA "vom europäischen Autovermieter zu einem weltweiten Anbieter" entwickeln. In der Gesamtstrategie erwartet Guyot aber durch den Eigentümerwechsel keine grundlegende Änderung: "Es stehen beispielsweise keine speziellen Kostensenkungen an", sagte er. An der im Herbst angekündigten Preiserhöhung um drei bis fünf Prozent halte Europcar fest. Kurzfristige Auswirkungen auf die Fahrzeugflotte sieht Guyot durch die Übernahme zwar nicht. Zu Details der Abnahmepläne mit Volkswagen wollte Guyot aber nichts sagen. Bisher stammten etwa 30 Prozent der Autos vom VW-Konzern. (dpa-AFX)