Den Haag/Böblingen. Das Aus für den DaimlerChrysler-Kleinwagen Smart Forfour kostet beim niederländischen Produzenten NedCar nach Gewerkschaftsangaben 1.000 Arbeitsplätze. Die japanische Muttergesellschaft Mitsubishi wolle in dem Betrieb künftig nur noch eine statt zwei Schichten am Tag arbeiten lassen, erklärte Arthur Bot von der Gewerkschaft CNV am Montag nach einer Unterrichtung durch die Arbeitgeber.
Bei NedCar in Born arbeiten derzeit etwa 3.000 Beschäftigte. Sie produzieren den Smart Forfour sowie das Mitsubishi-Modell Colt. Nachdem DaimlerChrysler seinen viersitzigen Kleinwagen wegen Erfolglosigkeit aus dem Programm nehmen will, wolle Mitsubishi bei NedCar 4,5 Millionen Euro im Monat sparen. "Das bedeutet das Streichen von 1.000 Arbeitsplätzen", rechnete Gewerkschafter Bot vor.
Am Montagmorgen hatten die Mitarbeiter der Frühschicht bei NedCar die Arbeit aus Protest gegen den drohen Stellenverlust niedergelegt. Die Gewerkschaften riefen sie jedoch auf, auf weitere Aktionen zu verzichten, bis am 12. April die Gespräche mit Mitsubishi fortgesetzt werden.
Der zweite Sanierungsplan für Smart innerhalb eines Jahres kostet 300 Stellen in der Zentrale in Böblingen. Der Konzern will für die Einstellung des Viersitzers eine Milliarde Euro aufwenden und sich ganz auf den zweisitzigen Smart konzentrieren. 2007 soll die bislang defizitäre Marke die Gewinnschwelle erreichen. (dpa-AFX)