Detroit. Im Streit mit seiner ehemaligen Mutter General Motors (GM) Unterstützung von seinen Gläubigern. Die Banken stellten sich am Donnerstag hinter den Konzern und forderten das Insolvenzgericht auf, gut 5.000 laufende Verträge zwischen Delphi und General Motors für nichtig zu erklären. Eine entsprechende Bitte hatte das Unternehmen bereits im März bei dem Gericht eingereicht.
Die Gläubiger argumentierten, dass die Nichtigkeitserklärung der Verträge für Delphi essentiell wichtig sei, um "freiwillig oder unfreiwillig die Unterstützung von GM bei der Behebung der Probleme zu erlangen, die der Konzern selbst mit verschuldet hat." Delphi habe nicht vor, die Belieferung von GM komplett zu stoppen, sondern wolle hierfür die Preise erhöhen, hieß es in der Begründung weiter.
General Motors war auch nach der Abspaltung von Delphi größter Kunde des früheren Sprösslings geblieben. Anfang dieses Monats hatte der Autobauer gegen eine Nichtigkeitserklärung der laufenden Verträge Einspruch erhoben. Der weltweit größte Fahrzeughersteller hatte erklärt, das Ansinnen von Delphi komme einer Erpressung gleich. GM bezifferte die möglichen finanziellen Schäden, die aus einem Aus der Verträge entstehen könnten, auf über eine Milliarde Dollar pro Monat. (dpa-AFX/mm)