Berlin. Der Autokonzern DaimlerChrysler geht im laufenden Geschäftsjahr weiter von einer eher stagnierenden Absatzentwicklung aus. Der Konzernabsatz werde sich 2006 in der Größenordnung des Vorjahres bewegen, sagte der neue Vorstandschef Dieter Zetsche am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Berlin. So würden voraussichtlich sowohl die Nutzfahrzeugsparte als auch die Chrysler Goup in etwa so viele Fahrzeuge verkaufen wie im vergangenen Jahr. Zumindest bei Chrysler sei dann aber ab 2007 mit einer deutlichen Aufwärtsentwicklung zu rechnen.
"Die Mercedes Car Group (Mercedes-Benz, Maybach, Smart) ist nach einer holprigen Strecke wieder auf gutem Weg", sagte Zetsche. Ziel sei es zwar nach wie vor, beim Absatz das Vorjahresniveau zu erreichen. Sehe man sich aber die schwungvolle Entwicklung im ersten Quartal an, "dann gibt es aufs Jahr gesehen durchaus eine Chance darüber hinaus". Zwischen Januar und Ende März hatte die Mercedes Car Group ihren Absatz weltweit um 12,2 Prozent auf 295.000 Fahrzeuge gesteigert.
Lediglich die defizitäre Kleinwagensparte Smart hatte im ersten Quartal weiter für Probleme gesorgt. Hier war der Absatz um 20,7 Prozent auf 29.000 Autos zurückgegangen. Zetsche bekräftigte aber das Ziel, Smart im kommenden Jahr in die schwarzen Zahlen führen zu wollen. Der Vorstandschef kündigte außerdem an, DaimlerChrysler wolle in den kommenden drei Jahren 15,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken. Weitere 19 Milliarden Euro seien für Sachinvestitionen eingeplant. (dpa-AFX)