Stuttgart. Der Gesamtbetriebsratschef des Autobauers DaimlerChrysler, Erich Klemm, hat die Arbeitgeber zu einer deutlichen Erhöhung ihres Angebots im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie aufgefordert. "Ein Abschluss muss eine deutliche Drei in den Strukturen vor dem Komma haben", sagte Klemm in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Stuttgart. "Und je länger die Laufzeit, um so höher muss die Zahl für eine zweite Prozentanhebung der Tabellen sein." Der Betriebsratschef ist Mitglied der Verhandlungsdelegation der IG Metall in Baden-Württemberg.
"Die Beschäftigten haben die berechtigte Erwartung, an den ausgezeichneten Gewinnen, die derzeit von der Branche erzielt werden, fair beteiligt zu werden", betonte Klemm. "Sie lassen sich nicht mit Einmalzahlungen abspeisen." Er äußerte sich jedoch skeptisch, dass es bei der nächsten Verhandlungsrunde zwischen Südwestmetall und IG Metall am 19. April zu einer Lösung kommen wird. "Ich kann noch nicht erkennen, wo die Zielgerade verläuft", erklärte Klemm.
Die IG Metall fordert fünf Prozent Einkommenserhöhung bei zwölf Monaten Laufzeit. Die Arbeitgeber bieten bislang jährliche Einkommenserhöhungen von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten sowie Einmalzahlungen. Der alte Tarifvertrag ist Ende Februar ausgelaufen. (dpa/afx/feb)