Ingolstadt/Györ. Die VW-Tochter Audi will noch in diesem Jahr über einen Nachfolger für den im Sommer 2005 eingestellten A2 entscheiden. Das kündigte Audi-Chef Martin Winterkorn in einem am Montag veröffentlichten Interview des TV-Senders XXP an. Bis zum Produktionsstart des neuen A2 würden nach der Entscheidung aber noch zweieinhalb bis drei Jahre vergehen. Das Vorgängermodell war wegen enttäuschender Verkaufszahlen eingestellt worden. Verantwortlich für den schwachen Absatz machte Winterkorn die mangelnde Sportlichkeit des A2. "Deswegen ist die Stückzahl dieses Fahrzeugs nicht in der Größenordnung gewesen, die wir gerne gehabt hätten."
Der Audi-Chef hatte im Februar erstmals von Überlegungen über einen A2-Nachfolger berichtet. Das neue Modell soll demnach mit dem Namensvorgänger nichts mehr zu tun haben. Der Autobauer plane einen "extrem sportlichen Kleinwagen inklusive Allradantrieb, einen absoluten Hingucker", sagte Winterkorn.
Unterdessen erzielte Audi mit seiner ungarischen Motorentochter einen Produktionsrekord. Insgesamt liefen im ersten Quartal nach Angaben der Audi AG knapp 494.000 Motoren vom Band. Damit sei die Produktion im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres um 24 Prozent gestiegen. Die VW-Tochter baut am Standort Györ Motoren für die Marken Audi und VW und montiert dort den Sportwagen Audi TT. (dpa)