Opel tat sich mit seinem Image zeitweise ziemlich schwer. Werkschließungen, Lohnkürzungen, zurückgezogene Bürgschaftsanträge sowie der fehlgeschlagene Verkauf durch GM machten die Marke für Kunden nicht attraktiv, erklärt Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach, dem "Handelsblatt". Das sollte die frühere Marketingchefin Tina Müller mit der Kampagne "Umparken im Kopf" ändern. Opel sollte als spritzig statt bieder, spannend statt langweilig wahrgenommen werden. Der Kleinwagen Adam kam da gerade recht, als ein Signal der Veränderung. Das Image sollte aufpoliert, Opels Wirtschaftlichkeit verbessert werden.
Doch der Kleinwagen brachte nicht so viel Geld ein wie erhofft. „Die Produktion war dank der vielen Möglichkeiten zur Individualisierung zu teuer“, weiß Dudenhöffer. Zudem war der Adam nie ein Massenmodell. Obwohl er die Kunden ansprach, hat Opel das Fahrzeug mit einer hohen Quote an Eigenzulassungen im Markt platziert.
Allein ein gutes Image, das reicht nicht, um im Portfolio eines Herstellers zu bestehen. Nachdem die französische Groupe PSA Opel übernommen hat, passte der Adam nicht mehr ins Konzept. Die Plattform, von Opel stammend, wird es künftig nicht mehr geben. Stattdessen wird das Werk in Eisenach ab Mai 2019 unter anderem den Geländewagen Grandland X produzieren.