Der Zulieferer Mahle hat im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz um 3,8 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro verbessert. Der Konzernüberschuss kletterte um 39 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 102 Millionen Euro. Doch damit will sich Jörg Stratmann, der neue Vorsitzende der Mahle-Geschäftsführung, nicht zufrieden geben. Der Mahle-Chef, der im Februar Wolf-Henning Scheider abgelöst hat, führt das insgesamt geringe Gewinnniveau des Unternehmens auf die Kosten für den Konzernumbau, beispielsweise für die Integration zugekaufter Bereiche zurück.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank so um 25 Prozent auf 355 Millionen Euro. Die Ebit-Marge fiel entsprechend von 3,8 Prozent auf 2,8 Prozent. Bereinigt um die Effekte aus Kaufpreisallokationen und Goodwill-Abschreibungen belief sich die Ebit-Marge auf 3,9 Prozent. Doch diese Entwicklung kann ihn nicht irritieren. Um das Unternehmen nachhaltig entwickeln zu können, „nehmen wir kurzfristig auch ein geringeres Ergebnis in Kauf“, sagt Stratmann. Eine Zielrendite wollte er allerdings nicht nennen.