Traton, die hauptsächlich aus MAN und Scania bestehende Lkw-Sparte des VW-Konzerns, soll "vorbehaltlich der Marktbedingungen" noch vor der Sommerpause an die Börse gehen. Die Aktien sollen in Frankfurt und Stockholm gehandelt werden. Eigentlich hatte VW den Börsengang schon für das Frühjahr geplant, ihn dann aber im März überraschend abgesagt, weil die Bedingungen an den Aktienmärkten zu schlecht seien.
Der Gang an die Börse gilt vor allem als ein Sieg von Traton-Chef Andreas Renschler, der massiv darauf gedrängt hatte, weil er sich davon einen besseren Zugang zu frischem Kapital und eine größere Unabhängigkeit von der Konzernzentrale in Wolfsburg erhofft. Renschler sagte, er wolle einen "Global Champion der Transportbranche" schaffen. Der Börsengang bringe "unternehmerische Flexibilität".