Der amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla will in seinem Werk in Grünheide in Brandenburg bis zu 500.000 Autos pro Jahr bauen. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf interne Dokumente. Der Bau soll schon 2020 beginnen, im Jahr darauf sollen die ersten Model Y vom Band rollen. Dazu müsste allerdings alles reibungslos klappen – nicht nur der Bau selbst, sondern auch die Genehmigungsverfahren im Vorfeld. Experten zweifeln daran. Allerdings hat Tesla schon bei mehreren Vorhaben seine Termine nicht eingehalten, später aber doch noch geliefert.
Das Werk soll bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze bringen. Neben Autos sollen dort auch Batterien und Antriebe produziert werden. Später könnte auch die Mittelklasse-Limousine Model 3 dort vom Band laufen. Tesla-Chef Elon Musk hatte im November auf einer Veranstaltung in Deutschland den Bau der Fabrik sowie eines Entwicklungscenters in Berlin angekündigt.
Tesla will Berichten zufolge bis zu vier Milliarden Euro investieren, spekuliert aber auch auf hohe Subventionen. Experten sind der Meinung, dass auch eine Milliarde reichen müsste. Für Brandenburg ist das Werk Wirtschaftsminister Jörg Steinbach zufolge eine große Chance. Das Land hat in der Lausitz ein großes Kohlerevier, das aufgrund der Energiewende vor Problemen steht.
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