Im Tesla-Stammwerk in Fremont in Kalifornien werden in den kommenden Wochen weniger Model 3 gebaut als normal. Zumindest eines der Montagebänder soll vom 22. Februar bis zum 7. März stillstehen, berichte zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zu den Gründen ist bisher nichts bekannt – mangelnde Nachfrage nach dem Volumenmodell dürfte es aber nicht sein.
Spekuliert wird über den Mangel an Chips, der auch schon in anderen Autowerken rund um den Globus zu Produktionskürzungen geführt hat. Hinzu kommt jetzt noch der massive Wintereinbruchs im US-Bundesstaat Texas, wo mehrere Chipfirmen angesiedelt sind. Aufgrund der Witterung und des Strommangels mussten sie ihren Betrieb vorübergehend einstellen, was die Knappheit nochmals verschärft hat. Ebenso unklar ist, wie viel weniger Autos Tesla bauen wird.
Der Chipmangel hatte in den vergangenen Monaten mehrere Autohersteller zu Unterbrechungen ihrer Produktion gezwungen, darunter General Motors, FCA, Ford, Toyota und Volkswagen. Nachdem die Autoproduktion in der Corona-Krise zunächst eingebrochen war, hat sie sich im Herbst 2020 schneller erholt als erwartet. In der Zwischenzeit hatten die Chiphersteller sich allerdings auf andere Kunden wie Laptop- und Konsolenhersteller fokussiert und konnten nun nicht genug Chips liefern.
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