Benteler muss seine Kosten senken und plant dafür auch einen Abbau von Arbeitsplätzen. Das berichtet die "Neue Westfälische". "Unser Ziel ist es, mögliche Veränderungen sozialverträglich zu gestalten", sagte Benteler-Sprecherin Birgit Held. "Das heißt zum Beispiel Altersteilzeit, flexible Arbeitszeiten, natürliche Fluktuation."
Wie viele Stellen abgebaut werden sollen, steht derzeit noch nicht fest. Das werde auch von der weiteren Entwicklung des Marktes abhängen, hieß es. Bentelers Automotive-Sparte war im vergangenen Jahr für mehr als drei Viertel des Umsatzes verantwortlich und leidet in diesem Jahr wie alle anderen Zulieferer unter der Krise der Autobranche. Zahlreiche andere Zulieferer, unter anderem Bosch, Continental und Schaeffler, haben bereits ihre Prognosen gesenkt und Maßnahmen angekündigt. Benteler hat allein Ostwestfalen rund 7000 Mitarbeiter, vor allem im Stammwerk Paderborn. Weltweit sind es rund 30.000.
Neben der Autokonjunktur macht sich Benteler-Chef Ralf Göttel auch über das politische Umfeld Sorgen. Rahmenbedingungen, die über Jahrzehnte hinweg gültig gewesen seien, könnten nicht mehr als selbstverständlich betrachtet werden, sagte er. Um damit fertig zu werden, brauche das Unternehmen eine deutlich höhere finanzielle Stabilität.
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