Saarlouis. Das Ford-Werk in Saarlouis sieht sich für die aktuelle Automobilkrise gut gewappnet und rechnet für 2008 trotz einer kürzlich reduzierten Tagesproduktion noch mit mehr als 400.000 produzierten Fahrzeugen. "Wir werden auf jeden Fall auf über 400.000 kommen in diesem Jahr", sagte Fertigungsleiter Dirk Heller der "Automobilwoche." Anfang November hatte das Werk die Tagesproduktion von zuvor 1920 auf 1725 Fahrzeuge heruntergefahren. Zu Hochzeiten hatte die Produktion sogar bei rund 2100 Fahrzeugen pro Tag gelegen.
Trotz der reduzierten Tagesproduktion arbeite das Werk weiter bei einer 100-prozentigen Auslastung, betonte Heller. Zuvor hatte die Auslastung bei etwa 115 Prozent gelegen. Die große Vielfalt der Modellreihen und Ausstattungen sowie die hohe Zahl der belieferten Märkte werde dem Werk in Saarlouis dabei helfen, verhältnismäßig glimpflich durch die aktuelle Automobilkrise zu kommen, zeigte sich Heller zuversichtlich.
In Saarlouis werden der Focus, der C-Max und der Kuga in einer Drei-Schicht-Produktion gefertigt. Gut 80 Prozent der Fahrzeuge gehen in den Export in 60 verschiedene Länder, darunter auch Rechtslenker-Varianten.
Ein weiterer wesentlicher Punkt sei die hohe Produktivität in Saarlouis, so Heller. Das Werk gehört zu den drei produktivsten Automobilwerken in Europa. Wesentlich dazu bei trägt der 1998 gegründete Industriepark mit gut einem Dutzend Zulieferern, die just-in-sequence ins Werk liefern.
Für das nächste Jahr will die Werksleitung allerdings keine Prognose zur Produktionsmenge machen. Dazu seien die Ungewissheiten einfach zu groß.