Köln. Die 1200 Beschäftigten des Kölner Ford-Motorenwerkes bangen um ihre Arbeitsplätze. Wenn die Kölner nicht bald am Bau eines neuen, sparsamen Dreizylinder-Motors beteiligt werden, sind nach Ansicht von Konzernbetriebsratschef Dieter Hinkelmann hunderte Arbeitsplätze bedroht. Eine Entscheidung soll und muss in diesem Herbst fallen. Das Unternehmen wollte sich am Freitag nicht zum Stand der Verhandlungen mit dem Betriebsrat äußern.
„Für mich stellt sich zur Zeit die Frage, ob es überhaupt eine Zukunft für das Werk gibt“, sagte Hinkelmann der Automobilwoche. „Falls wir nicht einen Teil der geplanten Fertigung des neuen Dreizylinder-Motors nach Köln holen können, sieht es ganz düster aus. Dann sind mindestens 720 Arbeitsplätze in Gefahr.“
Ford-Europachef John Fleming plant aber derzeit, die neue Motorengeneration im neuen Werk Craiova in Rumänien fertigen zu lassen. Angepeilt sind dort jährlich rund 700.000 Einheiten.
In Köln werden in diesem Jahr noch rund 200.000 Sechszylinder-Aggregate für große SUVs und Geländewagen in den USA gebaut. Zu den besten Zeiten waren es aber 560.000. Außerdem bauen die Kölner Motorenwerker Acht- und Zwölfzylindermotoren für Aston Martin, allerdings in geringer Stückzahl.