Herzogenaurach. Rohstofflieferanten, Zulieferer und Automobilindustrie sollten künftig die gestiegenen finanziellen Belastungen gemeinsam tragen. Das sieht ein Vorschlag der Schaeffler Gruppe, eines der weltweit führenden Wälzlager-Hersteller, vor. „Wir sollten auch die Stahlindustrie in die Pflicht nehmen, denn nicht alle Begründungen für Preiserhöhungen lassen sich auf gestiegene Rohstoffkosten zurückführen“, forderte Jürgen M. Geißinger, Geschäftsführer der Schaeffler Gruppe. Die Zulieferer könnten die zusätzlichen Aufwendungen nur teilweise an die Autohersteller weiter geben. „Eine vollständige Übernahme der Mehrkosten durch unsere Kunden, die Fahrzeughersteller, ist vor dem Hintergrund wettbewerbsintensiver Automobilmärkte keine Option“, betonte Geißinger.
Nachdem deutsche Zulieferer die Anzahl ihrer Standorte in China seit 1990 versechsfacht hätten, werde jetzt eine stärkere Präsenz von Zulieferern aus den Emerging Markets in Westeuropa spürbar. Diesem Druck durch neue Anbieter begegneten viele Zulieferer „mit einer Mischkalkulation aus Inlands- und Auslandsproduktion“, sagte Geißinger. Im Schmiedebereich habe es in jüngster Zeit auch Zukäufe indischer Unternehmen in Deutschland gegeben.
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