Dearborn. Der Versuch des US-Milliardärs Kirk Kerkorian, Einfluss bei Ford zu gewinnen, weitet sich zum Konflikt aus: Der Ford-Aufsichtsrat riet den Anteilseignern des Konzerns dazu, nicht auf ein Angebot Kerkorians zu reagieren, weitere Aktien zum Preis von 8,50 Dollar pro Papier zu erwerben.
"Der Aufsichtsrat wird das Angebot von (Kerkorians Gesellschaft) Tracinda erneut prüfen und die Anteilseigner von Ford über die Position des Gremiums am 22. Mai informieren, so wie dies vom Aktiengesetz gefordert ist", erklärte Ford am Freitag abend.
Kerkorians Investmentgesellschaft Tracinda hatte zuvor in einer Börsenmitteilung erklärt, sie wolle bis zu 20 Millionen weitere Aktien von Ford erwerben und biete 8,50 Dollar je Papier. Damit lag das Gebot deutlich über dem Tageskurs vom Freitag, der bei 8,07 Dollar notierte. Das Jahreshoch des Wertpapiers hatte in den zurückliegenden zwölf Monaten allerdings schon einmal bei 9,70 Dollar gelegen.