Bonn. Der Einkauf entwickelt sich immer stärker von einer administrativen zu einer strategischen Funktion, so ein Ergebnis der Untersuchung, das auf rund 70 Interviews basiert, die BrainNet mit Vorständen und Geschäftsführern führender deutscher Unternehmen durchgeführt hat. Dabei weitet sich einerseits das Spektrum der Aufgaben, die der Einkauf nach dem Willen der Unternehmensleitung umsetzen muss, als auch die grundsätzliche Bedeutung dieser Aufgaben für das Unternehmen. „Die CEO erwarten von ihrer Einkaufsabteilung, dass sie einerseits einen signifikanten Beitrag zur Gesamtperformance des Unternehmens leistet und andererseits ein wesentlich breiteres Spektrum der Aufgaben übernimmt, als dies heute der Fall ist“, kommentiert Sven T. Marlinghaus, Partner bei BrainNet und Autor der Studie. „Insbesondere Themen wie die Optimierung des Umlaufvermögens, der Einkauf von Innovationen, oder das Risiko- und Supply Chain-Management rücken verstärkt in den Fokus.“
Die Ergebnisse der Studie machen auch deutlich, dass der Einkauf zunehmend zu einer Querschnittsfunktion im Unternehmen wird: Die effektive Koordination mit anderen Unternehmensbereichen und ein Ansatz, der die gesamte Wertschöpfungskette im Blick hat, ist im Hinblick auf die zukünftigen Aufgaben des Einkaufs erfolgskritisch. Die Vernetzung mit der Forschung- und Entwicklungs-Abteilung, dem Vertrieb, oder dem Controlling- und Finanzdepartment ist deshalb eine strategische Notwendigkeit, so die Einkaufsexperten von BrainNet.