München. Die Werbeausgaben der deutschen Autoindustrie sind im ersten Halbjahr 2008 um 3,3 Prozent auf 1,021 Milliarden Euro gesunken – im ersten Halbjahr 2007 waren es noch 1,056 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das Hamburger Institut Nielsen Media Research, das exklusiv für Automobilwoche die Ausgaben der Branche für die Schaltung der klassischen Werbung (TV, Radio, Print, Kino und Plakat) auswertet.
Im vergangenen Jahr hatte die Pkw-Branche noch das stärkste absolute Bruttowerbewachstum verzeichnet, so Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research: „Diese Dynamik war unter anderem auf die massiven Werbekampagnen der beiden Automobilhersteller Toyota und VW zurückzuführen, die um die aufwendigste Plakatkampagne des Jahres 2007 konkurrierten.“ Trotz eines Rückgangs der Plakatwerbung von 42,6 Prozent auf 32,8 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres hält Wibbelt für das Gesamtjahr „ein leichtes Werbeplus“ der Automobilindustrie für realistisch.