Köln. Fords Europamanger für Umwelt- und Rechtsfragen, Wolfgang Schneider, sieht angesichts der weltweiten Finanmarkt- und Autoabsatzkrise die Zeit gekommen für eine grundlegende Trendwende im Automobilgeschäft. Dies werde vor allem in den USA deutlich, wo binnen kürzester Zeit das Elektroauto enorm an Sympathie gewonnen habe, sagte Schneider im Gespräch mit der Automobilwoche.
"Der Trend ist wirklich massiv, das hat auch die Pariser Automesse gezeigt. Nicht nur die Volumenhersteller, sondern auch die Premiumhersteller steuern in Richtung grünes Auto und in Richtung kleineres Auto - das ist wirklich unübersehbar", sagt Schneider. Das grüne Auto habe dabei nicht nur etwas mit Umweltschutz zu tun, sondern zunehmend auch mit dem Thema Energie-Unabhängigkeit. "Diese Debatte, die schon seit einiger Zeit in den USA vehement geführt wird, kommt nun auch nach Europa", ist Schneider überzeugt. Die Skepsis gegenüber dem Öl habe dies- und jenseits des Atlantiks enorm zugenommen, angestoßen vor allem durch den russischen Zugriff auf die Ölhähne Europas.