Linz. Nach dem krisenbedingten Auftragseinbruch um annähernd 50 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2009 nimmt die Nachfrage nach hochwertigen Flachstahlprodukten in Europa seit Beginn des Sommers wieder deutlich zu, heißt es beim österreichischen Stahlkonzern Voestalpine. Die damit verbundene wesentlich höhere Auslastung in der Division Stahl des Konzerns erlaubt es, die Kurzarbeit am Werksstandort Linz Ende August vorzeitig auslaufen zu lassen, da sich für die nächsten Monate eine weitere Verbesserung der Kapazitätsauslastung abzeichnet.
Zuletzt waren beim Unternehmen 3470 Mitarbeiter von insgesamt 9780 Beschäftigten der Division Stahl in Kurzarbeit. Unverändert in Kurzarbeit an anderen Konzernstandorten sind mit Anfang September 2384 Mitarbeiter in Österreich und 3123 Mitarbeiter an internationalen Standorten. Die aktuelle Beendigung der Kurzarbeit am größten Standort des Voestalpine-Konzerns sollte allerdings nicht bereits als Indikation eines nachhaltig gesicherten Konjunkturaufschwungs verstanden werden, warnt das Unternehmen. Die Gefahr eines neuerlichen konjunkturellen Rückschlages im Verlauf des Jahres 2010 erscheint nach wie vor gegeben.
Voestalpine erzielte im Konzern im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 40.000 Mitarbeiter.