Stuttgart. Nach dem die Krise den Automobilzulieferer ZF in diesem Jahr mit voller Wucht getroffen hat, zeigt sich Konzernchef Hans-Georg Härter für 2010 zuversichtlich. "ZF hat sich in stürmischer Zeit stabilisiert und blickt optimistisch in die Zukunft", sagte er am Dienstag in Stuttgart. Der Umsatz, der um 25 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zurückgegangen war, werde um mehr als zehn Prozent auf über zehn Milliarden Euro steigen. "Unser Ergebnisziel für 2010 ist die Gewinnschwelle im operativen Geschäft." In diesem Jahr hat der Spezialist für Getriebe und Fahrwerkskomponenten vom Bodensee einen Verlust in Höhe von 300 bis 400 Millionen Euro verkraften müssen. Genaue Zahlen werden erst im Frühjahr 2010 veröffentlicht.
Ursprünglich waren Konzernkreise sogar von rund einer halben Milliarden Euro Verlust ausgegangen, aber im vierten Quartal gab es wieder ein positives operatives Ergebnis. "Wir wachsen überall, nur nicht in Deutschland", charakterisierte der Vorstandschef von ZF Friedrichshafen die aktuelle Situation. Vor allem in Asien laufen die Geschäft gut, aber auch aus den USA kommen positive Signale. Dort wird 2010 ein neues Achsenwerk für Chrysler-Fahrzeuge eingeweiht. "Wir haben viele neue Projekte gewonnen", sagte Härter. Derzeit gingen im Monat wieder Aufträge in Höhe von rund einer Milliarde Euro ein. Zu Jahresbeginn waren die Auftragseingänge zunächst auf monatlich 400 Millionen Euro zurückgegangen.