Düsseldorf. Wegen der anhaltenden Absatzkrise im Automobilbereich droht den deutschen Zulieferern nach dem Abschwung im vierten Quartal des Vorjahrs nun ein weiterer Gewinneinbruch von bis zu sechs Milliarden Euro weltweit, heißt es in einer Studie der Managementberatung A.T. Kearney. Aufgrund der schnellen und drastischen Umsatzverluste von über 40 Prozent bleiben die Unternehmen auf ihren kurzfristig nicht-flexibilisierbaren Kosten sitzen. Politische Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abwrackprämie würden zwar die Effekte dämpfen, dennoch werde die gesamte Zulieferbranche in diesem Jahr deutlich in der Verlustzone operieren, heißt es weiter.
Wenn es den Unternehmen nicht gelingt, kurzfristig ihre Ertrags- und Refinanzierungslage zu stabilisieren, könnte dies eine Vielzahl von Insolvenzen und den Abbau von über 50.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Zulieferindustrie zur Folge haben. Neben einer raschen und effektiven Verringerung der Kriseneffekte sollten Automobilzulieferer zudem ihre strategische Ausrichtung optimieren, um für die Wachstumschancen nach der Krise optimal vorbereitet zu sein.