München. Die Krise in der Automobilzulieferindustrie steuert nach Ansicht von Experten erst noch auf ihren Höhepunkt zu. „In den letzten Wochen sind nur die ersten Dominosteine gefallen. Der Scheitelpunkt der Insolvenzwelle wird im März erreicht“, heißt es in einer Studie der Managementberatung Oliver Wyman zur „Krise in der Automobilindustrie“. Erst im kommenden Monat machten sich die verlängerten Weihnachtsferien und Kurzarbeit bei zahlreichen Autoherstellern bei den Zulieferern bemerkbar.
In den vergangenen drei Monaten hätten 22 Automobilzulieferer mit Werken in Deutschland Insolvenz angemeldet. Bis Ende 2009 könnten deutschlandweit 50 bis 80 weitere Unternehmen folgen, fürchten die Automobilexperten von Oliver Wyman. Davon wären dann bis zu 100.000 Mitarbeiter betroffen. Treffen könne es sowohl kleine, familiengeführte Mittelständler als auch börsennotierte Unternehmen. Besonders gefährdet seien aber Firmen in der Hand von Finanzinvestoren. Dort sei die Zahl der Insolvenzen wegen einer „ungesunden Fremdkapitalstruktur“ besonders hoch.