Remscheid. Beim in finanzielle Schieflage geratenen Zulieferer Edscha soll das Insolvenzverfahren voraussichtlich am 1. Mai eröffnet werden. Der Insolvenzverwalter des Automobil- Zulieferers Edscha sieht zudem realistische Chancen, das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen und damit viele Arbeitsplätze zu erhalten. Das teilte das Unternehmen in Remscheid mit. Voraussetzung dafür sei allerdings die konsequente Umsetzung eines Sanierungskonzeptes, sagte Insolvenzverwalter Jörg Nerlich von der Kanzlei Görg Rechtsanwälte. Dieses Konzept werde derzeit mit dem Vorstand erarbeitet. In dem Konzept werde unter anderem auch festgelegt, ob das Unternehmen als Ganzes oder auch in Teilen verkauft werden soll. „Nach dem ersten Eindruck bin ich zuversichtlich, dass eine Sanierung gelingen wird, so Nerlich weiter.
Die Löhne und Gehälter der rund 2300 Mitarbeiter in Deutschland sind den Angaben zufolge bis einschließlich April gesichert. Dafür hat Nerlich einen Massekredit aufgenommen, mit dem die entsprechenden Entgelte bezahlt werden. Die Produktion laufe an allen Standorten weiter, hieß es. „Die bisherigen Gespräche mit den Beteiligten, darunter Kunden, Lieferanten und Banken, verliefen trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise, von der die Automobilbranche besonders getroffen ist, sehr konstruktiv", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter. Die Beteiligten hätten ihre Unterstützung klar signalisiert.