Detroit. Der chinesische Autobauer Geely steuert auf die Übernahme von Volvo zu. Geely sei bevorzugter Bieter für die zum Verkauf stehende schwedische Marke, teilte Ford am Mittwoch mit.Man führe fortgeschrittene Gespräche mit einem Konsortium unter Führung der Geely Group. Eine Entscheidung sei damit aber noch nicht gefallen. Als wahrscheinlicher Zeitpunkt für die Bekanntgabe des Verkaufs gilt nun der kommende Montag, wenn Ford seine Zwischenbilanz nach dem dritten Quartal vorlegt.
Ford hatte bislang hinter den Kulissen auch mit dem amerikanischen Crown-Investorenkonsortium verhandelt, das von den früheren Ford- und Chrysler-Managern Michael Dingman und Shamel Rushwin geführt wird.
Geely-Konzernchef Li Shufu erklärte, Geely werde Volvo nach einer Einigung als selbstständige Einheit mit Zentrale in Göteborg und selbstständigem Management führen. Zudem hieß es, die bisherige Volvo- Produktion (in Schweden und Belgien) sowie alle Aktivitäten bei Forschung und Entwicklung würden ebenso unverändert erhalten bleiben wie Tarifverträge und Händlernetze. Über die Unternehmensstrategie solle ein unabhängiges Management in Göteborg entscheiden.
Neu öffnen werde sich für Volvo der Zugang zum "chinesischen Automarkt mit seinen enormen Möglichkeiten". Die Finanzierung einer möglichen Übernahme von Ford sei auch durch chinesische Banken gesichert. Konzernchef Li Shufu meinte: "Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt für Geely."