Genf. Der Auftragseingang von Kia Deutschland liegt bei einigen Modellen "über den Erwartungen", sagte Geschäftsführer Thomas Bade im Gespräch mit Automobilwoche auf dem Genfer Automobilsalon. Vor allem die Nachfrage nach den neuen Modellen Sorento und Venga erfreut den Kia-Manager, der allerdings keine Zahlen nennen wollte. Mehr Kunden als gedacht orderten zudem voll ausgestattete Fahrzeuge, die nicht beim Händler vorrätig seien und erst beim Hersteller in Korea bestellt werden müssten. Auch wenn der Auftragseingang besser als erwartet ist – insgesamt wird der Absatz in diesem Jahr deutlich unter dem Vorjahr liegen, in dem Kia erheblich von der Abwrackprämie profitiert hatte. Konnte der Importeur hierzulande 2009 noch 55.619 Fahrzeuge verkaufen, rechnet Bade in diesem Jahr nur noch mit rund 35.000 Autos. Den Marktanteil von 1,5 Prozent will Kia 2010 halten, zurzeit beträgt er allerdings nur ein Prozent.
Auf sehr positive Resonanz bei Kunden und Händlern stoße die Sieben-Jahres-Garantie, die Kia auf Neuwagen anbietet, so Bade. Diese Garantieleistung will der Importeur auch in den kommenden Jahren offerieren. Einen Interessenkonflikt mit der koreanischen Schwester Hyundai, die maximal fünf Jahre Garantie bietet, sieht er nicht. "Wir sind keine Wettbewerber." Um das Geschäft weiter anzukurbeln und die koreanische Marke stärker auf dem deutschen Markt zu etablieren, will er das bestehende Händlernetz weiter ausbauen. Von 30 zusätzlich geplanten Standorten stünden zwölf kurz vor dem Vertragsabschluss, unter anderem in München, Hamburg, Stuttgart, Dortmund und Berlin. Derzeit umfasst das Handelsnetz von Kia 264 Vertragshändler, 65 Filialen, 69 Unterhändler sowie 163 Servicebetriebe. Bis Ende des Jahres will Bade das Netz um die insgesamt 30 Standorte erweitern.