Ditzingen. Der Fertigungsspezialist Trumpf wird an vier deutschen Standorten ab Juli Kurzarbeit einführen. Diese gilt für die Standorte Ditzingen, Gerlingen, Hettingen und Schramberg zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2009. "Die Arbeitszeit reduziert sich für die Mitarbeiter im Durchschnitt um rund 20 Prozent“, heißt es aus dem Unternehmen. Bereits in den vergangenen Monaten hatte Trumpf seine Kapazitäten der gesunkenen Nachfrage angepasst. Bis Ende Juni speiste sich die Ausfallzeit aus den Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter, ohne dass sie Einkommenseinbußen hinnehmen mussten.
Trumpf werde seine Mitarbeiter in der arbeitsfreien Zeit während der Kurzarbeit qualifizieren – teilweise mit und teilweise ohne Förderung der Weiterbildungskosten durch die Bundesagentur für Arbeit. "Durch Qualifizierung während der Kurzarbeit bereiten wir unsere Mitarbeiter auf neue und höherwertige Arbeitsaufgaben vor und stärken gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit“, betonte Gerhard Rübling, Arbeitsdirektor der Trumpf Gruppe. Darüber hinaus wird das Unternehmen seinen Kunden Produkt- und Technologieschulungen anbieten, die diese für ihre Mitarbeiter als Qualifizierungsmaßnahmen während der Kurzarbeit nutzen können.
Trumfp rechnet für das zum 30. Juni 2009 endende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang zwischen 20 und 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vorläufige Geschäftsjahreszahlen wird das Unternehmen Ende Juli vorlegen.