Berlin. "Wir haben ein großes Interesse am Thema Elektromobilität“, so Klaus-Dieter Maubach, der Vorsitzende des Vorstands von E.ON Energie auf dem 3. Automobilwoche Kongress in Berlin. Er ist davon überzeugt, dass Energie- und Automobilwirtschaft stärker zusammenwachsen werden. Die Elektromobilität hat einen "Point of no Return“ erreicht, ist sich Maubach sicher. Entscheidend ist für ihn nicht die Frage ob sie Realität wird, sondern wann und in welchen Segmenten. Unter der Annahme von einer Million Elektroautos in Deutschland wird laut Maubach der Energiebedarf um 0,5 Prozent ansteigen. Bis zum Jahr 2020 sind dafür jedoch keine größeren Investitionen, etwa in Form von verstärkten Netzen, notwendig. Zumal Lastspitzen durch das Laden in der Nacht begrenzt sind, so der Manager.
Und die Belastung der Umwelt durch CO2-Emissionen werde beim Elektroauto weiter abnehmen. Derzeit liege die CO2-Emission von Elektrofahrzeugen aus dem EU-Strommix bei rund 75 Gramm pro Kilometer. Bis zum Jahr 2030 hält er eine Halbierung dieses Wertes für möglich. Maubach ist sich indes bewusst, dass es auch künftig nicht möglich sein wird, ein Elektrofahrzeug in so kurzer Zeit zu beladen wie das etwa bei einem benzingetriebenen Fahrzeug der Fall ist. Es sei daher wichtig, eine intelligente Ladesteuerung zu entwickeln. Eine kosten- und bedarfsoptimierte Infrastruktur ist für ihn erfolgsentscheidend.