Stuttgart. Der Aufsichtsrat der Mahle GmbH hat gestern den Wirtschaftsplan des Konzerns verabschiedet. Darin wurde wegen der schwierigen Marktentwicklung die Restrukturierung für den Bereich Kolbensysteme in Europa beschlossen. Zum Maßnahmenpaket gehört unter anderem die Produktionseinstellung am Standort Alzenau. Mahle führt als Gründe für die im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen beabsichtigte Produktionseinstellung die seit Jahren am Standort entstandenen Verluste sowie die aktuelle Marktsituation und Prognose an. Die Verluste konnten trotz aller in den vergangenen Jahren getroffenen Maßnahmen und Regelungen zur Kosteneinsparung nicht verringert werden, heißt es beim Stuttgarter Zulieferer. Die in den vergangenen Monaten erörterten alternativen Konzepte und Szenarien würden eine Wirtschaftlichkeit bei Fortführung der Produktion am Standort Alzenau ebenfalls nicht erkennen lassen.
Die Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung über einen Interessenausgleich und Sozialplan werden fortgeführt. Hierzu werden mehrere Optionen geprüft. Die Geschäftsführung hält jedoch an dem geplanten Produktionsstopp im Werk fest.